Protest gegen Kohlekraft

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Am Wochenende 04./05. August 2018 war auf einigen Plätzen in der Bad Kreuznacher Innenstadt und besonders vorm Energieeck „Stadtwerke raus aus der Kohle“ zu lesen.

Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach demonstrierten mit diesen speziellen Graffitis gegen die Politik der hiesigen Stadtwerke.

Denn bei diesen besteht bereits heute ein Kohlestromanteil von über 40%. Nach Aussage des Geschäftsführers Dietmar Canis, wird sich dieser Anteil nach Ende des Atomstromalters in Deutschland sogar noch erhöhen.

Laut Canis ist Kohlestrom eben am billigsten.

Dabei schreitet der Klimawandel stetig voran. In Deutschland steigt die Zahl der schweren Unwetter,  auf tiefliegenden Inseln wie den Marshallinseln nimmt der Meeresspiegelanstieg den Bewohnern Ihre Heimat. Das hat selbst Angela Merkel offenbar schon erkannt; auf der Klimakonferenz 2016  in Paris sagte sie: „ Es geht um die Grundlagen des Lebens der Generationen, die nach uns kommen. Wir wissen, wir müssen heute handeln“. Damit hat sie recht. Hoffentlich versteht man dies auch bald bei den Kreuznachern Stadtwerken.

Graffitis sind aus Kreide

Die Graffitis sind aus Kreide, der nächste Regen wird sie wieder wegwaschen, leider ist das mit den Folgen durch die Energiegewinnung durch Kohle nicht der Fall!

Greenpeace Bad Kreuznach fordert daher, dass die Bad Kreuznacher Stadtwerke sofort auf erneuerbare Energien setzen und mittelfristig nur noch diese anbieten.

Klimaziel verfehlt

Deutschland verfehlt das Klimaziel um ganze acht Prozent. Verpflichtet hatte es sich, den Kohlendioxid-Ausstoß um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Doch wenn nicht drastische Maßnahmen beschlossen werden, stößt Deutschland im Jahr 2020 nur 32 Prozent weniger Kohlendioxid aus als 1990, wahrscheinlich sogar noch mehr. Das sind allein im Jahr 2020 mindestens 100 Millionen Tonnen mehr, als Deutschland zustehen. 

Es schmerzt sehr, dass selbst die Stadtwerke einer Kurstadt, welche in eine solch schöne Landschaft eingebettet ist, hier nicht zu einer deutlichen Verbesserung beitragen möchte. Kurzfristig Profitgier steht hier vor der Lebensqualität auf der Erde. Zwar bieten die Stadtwerke auch schon heute einen Ökostromtarif an, hier reicht aber die Kapazität nur für wenige Haushalte. Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Jährlich sterben tausende von Menschen vorzeitig an der Nutzung von Kohlekraft - Auch in Deutschland.