Plastiktüten in Idar-Oberstein

Media

Am Samstag, den 21.07.2018, haben Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach ein besonderes Mahnmahl in Idar-Oberstein installiert.
Dabei hing eine unendlich wirkende Leine voller Plastiktüten durch die gesamte Fußgängerzone des Stadtteils Oberstein.
Gezeigt wurden etwa 1300 Plastiktüten, so viele wie eine Stadt in der Größe von Idar-Oberstein an nur einem durchschnittlichem Samstag verbraucht. An anderen Wochentagen ist die Anzahl nur etwas besser.
Greenpeace Bad Kreuznach ist seit über einem Jahr damit beschäftigt, Plastiktüten von Passanten zu sammeln und zu zählen, dabei ist es echt erschreckend, dass es immer noch so viele sind. Schließlich machen doch schon viele Geschäfte auf die Umweltverschmutzung aufmerksam und verzichten konsequent auf die Tüten.
Greenpeace setzt sich dafür ein, dass Plastiktüten ganz verschwinden, denn Plastiktüten sind das Anzeichen der Verschwendung schlechthin, aber auch beim Thema Verpackungsmüll kommt die Umwelt ingesamt viel zu kurz.
Die Plastiktüte ist also nur der Gipfel des Müllberges.
Die meisten Plastiktüten landen nach kurzem Gebrauch im Müll, auf der Straße und nach einiger Zeit auch an vielen anderen Orten. Aus ökologischer Sicht bringt es die meisten Vorteile, wenn die Verbraucher Körbe, Rucksäcke, Stofftaschen und Ähnliches benutzen. Wichtig ist vor allem, dass Taschen möglichst lange genutzt werden.
So sind die Einmaltragetaschen auch sehr energieintensiv in der Herstellung und tragen dazu bei, dass noch mehr Plastikmüll erzeugt wird. Auch wenn in Deutschland, wenig umweltschonend, fast der gesamte Plastikmüll eingeschmolzen oder mit dem Restmüll verbrannt wird, landen immer noch unglaublich viele Plastiktüten im Meer. Zusammen mit anderem Plastikmüll bilden diese riesige Müllstrudel in den Weltmeeren. Viele Tiere sterben, weil sich große Mengen an Plastik in ihrem Magen befinden. Selbst in der Antarktis konnte Greenpeace schon Plastik im Meer nachweisen.
Mit dem Mahnmahl, der Plastiktütenleine, sollten Gedankenanstösse gegeben werden. Sowohl an die Geschäftsinhaber keine Tüten mehr anzubieten, aber auch an die Kunden. Schließlich liegt es letztendlich bei den Verbrauchern, ob sie sich für eine umweltfreundliche Alternative entscheiden oder nicht. Möglichkeiten gibt es schließlich genug.