Plastikmüll aus der Nahe

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Am 15.10.2016 fand eine Plastikmüllsammelaktion statt.

Ziel war es die Nahe von Plastikmüll zu befreien. Selbstverständlich wurde auch der sonstige Dreck nicht einfach liegen gelassen sondern ebenfalls mitgenommen.

Gesammelt wurde dieses mal im Stadtteil Bad Münster wo zwischen der Friedensbrücke und der Eisenbahnbrücke Richtung Bad Kreuznach das Naheufer gesäubert wurde.

Wir waren sehr überrascht wieviele Hundetoilettensäckchen wir gefunden haben. Da haben Frauchen und Herrchen wohl Ziel und Zweck dieser Tüten noch nicht ganz verstanden. Es reicht nicht aus, die Hinterlassenschaften der geliebten Vierbeiner hierin zu verschließen und dann in die Nahe zu werfen, sie gehören vielmehr in die dafür vorgesehen Müllbehälter. Gefunden wurden aber auch Verpackungen jeder Art aus Plastik, to go Becher, Dosen, Reifen, Kleidungsstücke, Feuerlöscher und, und, und….

Dabei ist zu bedenken: Plastikmüll ist nicht nur lästig in der Entsorgung, sondern ein globales Problem und gefährdet Menschen, Tiere und Umwelt.

Ob es sich um Mikroplastik handelt oder als größere Stücke auf Müllbergen landet, Plastik verrottet nicht. Es wird nur in immer kleinere Stücke aufgerieben, gelangt in die Meere, wird von Fischen verschluckt und landet so über die Nahrungskette wieder auf unseren Tellern.

Tiere verletzen sich an den Plastikstücken, ersticken daran oder verhungern, weil der Magen voll von Plastik ist.

Müllstrudel in den Ozeanen haben  mittlerweile die erschreckende Größe von Mitteleuropa erreicht.

Wir waren sehr erfreut, dass auch junge Familien unseren Aufruf gefolgt sind und uns beim Müllsammeln geholfen haben. Aber dieser Art von Unrat geht uns alle an, daher  wünschen wir uns für die Zukunft eine noch größere Beteiligung bei solchen Aktionen.

 

Im Anschluss der Sammelaktion wurde der gefunden Müll in der Bad Kreuznacher Fußgängerzone präsentiert. Die Passanten wollten es gar nicht glauben, dass so eine Menge Unrat, in nur so kurzer Zeit aus der doch, gerade in Bad Münster, so romantisch daher fließenden Nahe und deren Uferbereichen geholt werden konnte. Gerne wurden dann die Greenpeace Forderungen zum Schutz der Meere bei einer Unterschriftenaktion unterstützt.

Wir wollen die Mitmenschen dazu bewegen keinen Müll mehr in die Natur zu werfen.  Am Besten ist es, so wenig Müll wie nur möglich zu produzieren.

Daher gilt es die Menschen langfristig dazu zu animieren: Weg von der Einwegwegwerfgesellschaft hin zu einer Kreislaufgesellschaft mit mehr Mehrwegverpackungen.