Freiluftkino auf Huttentalfähre

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Am Mittwoch, den 17. August 2016 führten Mitglieder von Greenpeace  Bad Kreuznacher eine Filmveranstaltung der besonderen Art durch.

Die bekannte Huttentalfähre im Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg wurde kurzerhand mit einer Leinwand versehen und so zu einem Freiluftkino umgewandelt.

Zum Auftakt sprach die Bad Münsterer Greenpeacerin Clara Warmuth über das Problem des vielen Plastikmülls im Meer und der Gewässer. Sie wusste zu berichten: „Jedes Jahr werden 311 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Das Erdölprodukt findet zunehmend Einzug in Industrie und Privathaushalte - es ist billig, zu billig: Die Recyclingrate liegt weltweit bei wenigen Prozent. Das richtig schlimme an der Sache ist, mindestens 150 Millionen Tonnen Müll haben sich Schätzungen zufolge bereits im Meer angesammelt - vermutlich sogar noch mehr. „Plastikmüll ist sehr langlebig“, sagt Clara Warmuth. "Er kann bis zu 450 Jahre im Meer herumtreiben." Dies stelle für viele Meerestiere, aber auch für uns Menschen, eine elementare Bedrohung dar. Meeressäuger beispielsweise verstricken sich in abgerissenen Fischernetzen. Fische und Vögel verwechseln den von Wellen zu kleinsten Partikeln zermahlenen Müll mit ihrer ursprünglichen Nahrung. Oft verenden diese Tiere qualvoll, weil sich Plastik statt Nährstoffe im Magen befindet. Der Müll verteilt sich über die Ozeane: Im Nord-Pazifik treibt schon heute ein gigantischer Müllteppich im Meer, der die Größe Zentraleuropas haben soll.

In erster Linie ging es darum den etwa 70 Besuchern des Freiluftkinos mit dem  Filme „life in plastic“ auf das Thema - Plastik und was bedeutet das für mich? - aufmerksam zu machen und sie für die Zukunft zu sensibilisieren beim Umgang mit Kunststoff auch an die Umwelt zu denken. Die Zuschauer erfuhren, unter anderem, dass Eisbären und Beluga Wale heute mit Weichmachern aus den 60er und 70er Jahren belastet sind – was laut einer aktuellen Studie ihre Fortpflanzung beeinträchtigt oder dass im Pazifik vor Hawaii auf ein Kilo Plankton schon heute sechs Kilo Plastikmüll entfallen. Erschreckende Zahlen, wie viele Besucher am Schluss des Filmes bestätigten.

Viel Plastikmüll ist auf der Stelle vermeidbar, so kann man z.B. auf Plastiktüten sofort verzichten und Stofftaschen benutzen.