Fleisch frisst Wald

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Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach beteiligten sich am 12.10.2019 an einem bundesweiten Aktiontag zum Thema: Wie unsere Ernährung zur Klimakrise und zur Waldzerstörung beiträgt.

Insbesondere die Fleischproduktion ist mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden – auch, weil für den Anbau von Soja-Futter in Südamerika wertvolle Wälder wie der Amazonas-Regenwald zerstört werden. Ohne eine Ernährungswende können wir Klima und Wälder nicht schützen. 

Rund 15 Prozent der Treibhausgasemissionen weltweit sind mit der Tierhaltung verbunden. Das entspricht etwa dem CO2-Ausstoß des Transportsektors. In den Klimaplänen der Bundesregierung und vieler deutscher Städte spielen Ernährung und Tierhaltung jedoch bisher kaum eine Rolle. Dabei zeigen Beispiele wie Kopenhagen, dass eine Umstellung der Gemeinschaftsverpflegung binnen weniger Jahre gelingen kann.

Amazonas-Brände sind ein Warnsignal

Wie der wachsende globale Fleischkonsum mit der Vernichtung wertvoller Ökosysteme zusammenhängt, haben die verheerenden Brände im Amazonas-Regenwald gezeigt: Rund 43.572 Quadratkilometer – eine Fläche so groß wie die Schweiz – sind 2019 bis Ende August im Amazonas abgebrannt. Neben dem Engagement der Städte brauchen wir auch Maßnahmen auf EU- und Bundesebene, um die Fleischproduktion zu senken deshalb muss die Tierhaltung deutlich reduziert werden und EU-Agrarsubventionen an Umwelt- und Klimakriterien gebunden werden. Ein Lieferkettengesetz sollte  sicherstellen, dass deutsche Unternehmen für zerstörerische Praktiken in ihrer Lieferkette haftbar gemacht werden können – das würde auch Produkte aus Waldzerstörung wie Soja oder Palmöl betreffen. Interessierte, die dieses Anliegen unterstützen wollten, hatten die Möglichkeit am Infostand eine entsprechende Petition zu unterschreiben.