Eisbärin in Bad Münster

Media

Am Nikolaustag, 6.12.2015 hatten Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach einen ganz besonderen Gast. Eisbärin Paula war zu Besuch in Bad Münster am Stein. In der Kurhausstraße ging sie bis Abends „spazieren“. Da fast alle Besucher des Weihnachtsmarktes diesen Weg nutzen, um zum Marktgelände zu gelangen, kamen somit sehr viele Gäste am Greenpeace Infostand vorbei. Die Mitglieder der Bad Kreuznacher Gruppe informierten hier über das geforderte Schutzgebiet in der hohen Arktis und sammelten hierfür fleißig Unterschriften.Fragen wie:„Oh, ist der Bär süß - ist der echt?“ wurden mit einem Schmunzeln beantwortet.„Paula“ ist ein Kostüm in Lebensgröße und sieht nur täuschend echt aus. In ihr steckten jeweils 2 Greenpeace Aktivisten.   ARKTIS IN GEFAHR Nirgendwo sind die Folgen der globalen Erwärmung so spürbar wie in der Arktis. Klimaforscher befürchten, dass die arktische See schon im Jahr 2030 das erste Mal komplett eisfrei sein könnte. Doch einigen kommt die rasante Eisschmelze sehr gelegen: Alle Anrainerstaaten stehen in den Startlöchern, um beim Verteilungswettstreit um die Ressourcen nicht zu kurz zu kommen. Die Konsequenzen eines massiven Rohstoffabbaus sind kaum abzusehen.Durch den Rückgang der Eisbedeckung kann die Ölindustrie in bisher unerreichbare Gebiete vordringen.Das Risiko für die Umwelt ist dabei immens!Extreme Wetterbedingungen sowie besondere Lichtverhältnisse machen das Gebiet um den Pol überhaupt nur für einige Monate im Jahr zugänglich. Ölbohrungen in einer ökologisch so fragilen Region sind höchst gefährlich. Unfälle können sich jederzeit ereignen.GREENPEACE-ZIEL: SCHUTZGEBIET ARKTISDas Fischerei-Moratorium muss so lange in Kraft bleiben, bis ein rechtsverbindliches übergeordnetes Rahmenwerk verabschiedet ist, das den Schutz des Ökosystems gewährleistet. Der Bereich des arktischen Meeres, der historisch mit Eis bedeckt war, muss von der Industriefischerei frei bleiben.Langfristig fordert Greenpeace ein Schutzgebiet in der "Hohen Arktis" rund um den Nordpol sowie ein Verbot für Ölbohrungen in arktischen Gewässern. Die Arktis darf kein Industriestandort werden!