Arktis im Mach Ebbes

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Am 9. April 2015 lud die Bad Kreuznacher Greenpeace-Gruppe zu einem Vortrag über die Gefährdung der Arktis ein. In der "Kunst- und Kreativwerkstatt Mach Ebbes" in der historischen Altstadt wurden Interessierte und Engagierte über die vielschichtigen Aspekte der Arktis-Problematik informiert.Besonders spannend gestaltete sich der Abend, da auch eine "Mitarbeiterin" von Shell anwesend war und deren Standpunkte vertrat. Dies rief schnell Unmut und Proteste aus dem Publikum hervor. Florian erläuterte anschaulich, dass dortige Ölbohrungen nicht nur lokale Schäden hervorruft, sondern auch nachhaltig negative globale Änderungen mit sich zieht. Dabei spannte sich der Bogen über politische und wirtschaftliche Interessen, über fragwürdige möglichst billige Bohrmaßnahmen, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, klimatische Beeinflussungen, Gefährdung der dortigen Flora und Fauna, ebenso der Einheimischen der angrenzenden Länder......Zugleich wurden aber auch Forderungen und Lösungsansätze der Greenpeace-Organisation vorgestellt. Im Anschluß blieb noch Zeit für Fragen und Kommentare des Publikums. Schließlich stellte sich eben jene unbeliebte Shellmitarbeiten ebenfalls als Greenpeace-Mitglied heraus - was sich als äußerst wirkungsvoll erwies. Diese Zweiteilung des Vortrags, jeweils aus der Sicht von Shell und Greenpeace, machte die Absurdität besonders deutlich, mit der kurzsichtiges Gewinn- und Machtstreben einiger Weniger, die Umwelt- und Lebensgrundlagen Aller - Menschen, Tiere und Pflanzen -  auf's Spiel setzen. Der Abend hinterließ ein mulmiges Gefühl, aber auch die Hoffnung, etwas erreichen zu können, wenn man es nur anpackt:immer wieder die Öffentlichkeit aufrütteln, informieren, sensibel machen, mit Protest- und Unterschriftaktionen gewaltlosen Druck auf Regierungen und Wirtschaftskonzerne ausüben, und vieles mehr.... Auch wenn die Arktis weit weg ist, ihre Zerstörung bringt die Probleme auch ganz nah zu uns!!!!