Unterschriften für Lidl

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Bei einem Infostand am Mittwoch, den 16. August 2017 informierten Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach Passanten über Billigfleisch, die zwangsläufig damit zusammenhängende Massentierhaltung und dem dort verbreiteten Einsatz von Antibiotika.

Für billiges Fleisch werden in der Schweinehaltung Unmengen an Antibiotika verwendet – die Massentierhaltung ist nun einmal anfällig für Krankheiten. In Deutschland kommen rund 800 Tonnen jährlich in der Intensivhaltung zum Einsatz. Doch für den sorglosen Umgang bezahlen die Menschen einen hohen Preis: Je häufiger ein Antibiotikum eingesetzt wird, umso wahrscheinlicher ist es, dass sich Krankheitserreger entwickeln, die dagegen resistent sind – das Antibiotikum wird dann wirkungslos.

Kurzentschlossene hatten direkt am Stand die Möglichkeit eine Postkarte an den Chef der Firma Lidl zu schicken. Denn Lidl steht als Paradebeispiel für all diese Missstände. Dabei zeigt es gerade Lidl, dass es besser geht, denn in ihren dänischen Läden gelten hier schon ganz andere Maßstäbe.

Die Postkarte, adressiert an Herrn Jesper Højer, Vorstandsvorsitzender des Discounters, fordert ihn dazu auf :

-sich für eine Kennzeichnung der Herkunft in der Tierhaltung einzusetzen.

-sich zu verpflichten, in Zukunft nur noch Fleisch aus tiergerechter und umweltschonender Produktion zu verkaufen

-einen Aktionsplan zu entwickeln für eine bessere Produktion des gesamten eigenen Sortiments an Frischfleisch, angefangen mit Schweinefleisch.

Etwa 100 Passanten, nahmen in kurzer Zeit das Angebot an, die Karte direkt am Stand auszufüllen, viele andere haben versprochen die Karte von zu Hause aus abzuschicken.