Parkingday

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Am 15. 9. 2017 beteiligten sich Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach am internationalen Parkingday.
Bei diesem internationalen Ereignis wird aufgezeigt, wie schön Städte sein könnten, ohne viele Autos, ohne unendliche Parkplätze und ohne schädliche Abgasluft, dafür mit vielen Fahrradwegen und einem richtig gutem ÖPNV.
Weltweit werden am Parkingday, für einen Tag, Parkplätze in kleine Stadtparks umgewandelt.
Mit Pflanzen, Liegestühlen und Unterhaltungsprogramm wurden gleich zwei Parkplätze der oberen Mannheimer Straße vorübergehend in ein öffentliches Naherholungsgebiet umgewandelt.
Auch für Passanten bestanden die Möglichkeiten die Brettspiele auszuprobieren, sich auf den Liegesesseln auszuruhen oder mit der Gitarre ein Liedchen zu spielen.
In vielen Stadtteilen haben parkende Autos mehr Platz als spielende Kinder. Moderne Städte müssen die Bedürfnisse ihrer Bewohner decken, nicht die ihrer Autos. Das wird nur mit weniger Autos und einem umweltfreundlicheren Verkehr mit guten Radwegen und einem attraktiven ÖPNV gelingen.
Die Einwohnerzahl vieler deutscher Städte wächst. Entsprechend steigt auch die Konkurrenz um den begrenzten öffentlichen Raum. Autoverkehr ist, was Gesundheitsfolgen und Flächenverbrauch angeht, die rücksichtsloseste Form der Mobilität. Durchschnittlich 23 Stunden am Tag steht ein Pkw und besetzt wertvollen öffentlichen oder privaten Raum. Ein Auto braucht dabei etwa fünf mal zwei Meter an Fläche. Alle 46 Millionen Autos in Deutschland besetzen demnach eine Standfläche von 460 Quadratkilometer – deutlich mehr als das Stadtgebiet Kölns. Laut der vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Studie zum Umweltbewusstsein der Deutschen sind 91 Prozent der Befragten der Ansicht, dass weniger Autos in Städten die Lebensqualität verbessern. In einem kürzlich veröffentlichten Mobilitätsszenario zeigt Greenpeace, dass eine Verkehrswende die den Radverkehr und den öffentlichem Nahverkehr konsequent ausbaut, die Anzahl der Privatautos schon bis zum Jahr 2035 im Vergleich zu 2015 halbieren kann. Weil die verbleibenden Pkw kleiner sind und statt mit Verbrennungsmotoren mit Erneuerbaren Energien betrieben werden, verbessert sich die Luftqualität und es gibt mehr Fläche für das öffentliche Leben. In fortschrittlichen Städten wie etwa Kopenhagen spielt das eigene Auto eine immer kleinere Rolle, während mehr Radverkehr, Car-Sharing und öffentlicher Verkehr die negativen Folgen privater Diesel- oder Benzin-Pkw vermeiden. Länder wie Frankreich, Norwegen oder China planen den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Die Bundesregierung muss endlich in die Gänge kommen beim Umstieg auf umwelt- und lebensfreundlichere Verkehrsformen.