Multivisionsshow Brasilien

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Am 2. Februar 2018 veranstaltete Greenpeace Bad Kreuznach eine Multivisionsshow zum Thema Brasilien - Naturparadies am Scheideweg.

Greenpeace Fotograf Luis Scheuermann war zu Gast und hielt den spannenden Vortrag.

Neben Fußball, Samba und dem Zuckerhut ist Brasilien berühmt für seine überaus reiche Natur. Der Biologe, Greenpeace-Aktivist und Brasilien-Experte Luis Scheuermann hat für Forschungsprojekte und auf Fotoexpeditionen alle wichtigen Naturräume des südamerikanischen Landes erkundet. In Amazonien kämpfte er sich bei schwülheißer Luft und gepiesackt von blutdurstigen Mücken durch das unüberschaubare Pflanzengewirr und fing die Schönheit im Detail ein – etwa zwei Gelbbrustaras im Synchronflug und himmelblaue Pilze am Wegesrand.


Im Sumpfgebiet Pantanal, das er per Boot, Jeep und zu Fuß erkundete, fotografierte er neben exotischen Tieren wie Leopard und Kaiman auch ein Fest der Farben: leuchtend pink, gelb oder weiß blühende Ipébäume. Und im Nationalpark Aparados da Serra streifte er durch feucht-nebelige urtümliche Araukarienwälder. Er dachte: Gleich taucht ein Dinosaurier aus dem Dickicht auf – schließlich existierten Araukarien schon zur Zeit der Riesenechsen.

Seine eindrucksvollsten Bilder und Erlebnisse präsentierte Luis Scheuermann jetzt in Zusammenarbeit mit Greenpeace Bad Kreuznach in seiner Live-Fotoshow „Brasilien – Naturparadies am Scheideweg“.

Der Titel verrät es, auch die Bedrohungen waren Thema. So wird etwa der Amazonas-Regenwald, Schatzkammer der Artenvielfalt und „grüne Lunge“ Südamerikas, für immer neue Soja-Felder und Rinderweiden dezimiert – obwohl sich die nährstoffarmen Böden nicht für eine dauerhafte Landwirtschaft eignen. „Die Waldzerstörung ist eine globale Katastrophe, da sie den Klimawandel anheizt. Tragischerweise ist Umweltbewusstsein in Brasilien rar, meist aufgrund von Armut und mangelnder Bildung“, sagt Scheuermann. „Den Wald verteufelt man als Hort von Krankheiten, im brasilianischen Volksmund heißt er ,terra suja‘ (dreckiges Land), während Agrarland als ,terra limpa‘ (sauberes Land) gilt.“

Zu den akuten Bedrohungen Amazoniens zählen auch riesige Staudammprojekte. Ein solches Mega-Projekt, das gut 2.000 Quadratkilometer Wald vernichtet und die indigenen Bewohner aus ihrer Heimat vertrieben hätte, konnte auch dank Greenpeace gerade noch verhindert werden. Luis Scheuermann berichtete von weiteren mutmachenden Greenpeace-Erfolgen und erklärte, was jeder einzelne zur Rettung von Brasiliens letzten Naturparadiesen beitragen kann. Insbesondere seine magisch schönen Bilderwelten wirkten motivierend. Sie wurden auf Großleinwand gezeigt und mit Original-Dschungelgeräuschen und Musik von Kai Arend untermalt.