Kondolenzbuch übergeben

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Am 26. April 2018 haben Mitglieder von Greenpeace, der Bad Kreuznacher Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und dem Geschäftsführer der Stadtwerke Dietmar Canis ein ganz spezielles Kondolenzbuch übergeben.

Es handelt sich um ein Buch voller Unterschriften, welche in der Innenstadt gesammelt wurden. Die Unterschreibenden gedenken hierin an die vielen Opfer, welche die Energiegewinnung durch Kohle hervorbringt und fordern damit gleichzeitig die Stadtspitze auf, dem entgegen zu wirken. Insgesamt wurden, in nur kurzer Zeit, weit über 1000 Unterschriften gesammelt. In vielen Gesprächen mit Passanten wurde erkannt, dass dieses Thema längst in den Köpfen vieler Menschen angekommen ist.“

 

Strommix der Stadtwerke belastet die Umwelt.

Zur Zeit haben die Stadtwerke noch einen Atomstromanteil von etwa 10 Prozent und einen Kohlestromanteil von fast 40 Prozent. Das ist schon schlimm genug, aber laut Aussage des Geschäftsführers der Stadtwerke, Dietmar Canis, werden die Kreuznacher nach Ende des Atomstromzeitalters in Deutschland dies mit noch mehr Kohlestrom ausgleichen.

Ein Unding! Verursacht doch die Nutzung dieses Umweltschädlichen Energieträgers jedes Jahr etwa 3100 vorzeitige Todesfälle, alleine in Deutschland, in der EU sind es 23100. 

Viele Menschen werden krank, da bei der Verbrennung von Braunkohle hochgiftiges Quecksilber  ausgestoßen wird und dieses über unsere Flüsse in den Nahrungskreislauf gelangt.  Weiterhin können Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs durch die Luftverschmutzung entstehen. Das deutsche Gesundheitssystem wird hierdurch jährlich mit etwa 6 Milliarden Euro belastet. In der EU sind es unfassbare 42,8 Milliarden Euro Kosten.

Und das alles nur, weil ein paar wenige Menschen nicht erkennen wollen, dass umweltfreundliche Alternativen, wie Windkraft, Sonnenenergie und Wasserkraft, längst bestehen. Es ist traurig, dass ausgerechnet die Stadtwerke einer Kurstadt kaum etwas für die Umwelt tun. Ein Affront für alle Bürger und Besucher der Stadt. Der momentan von den Stadtwerken beworbene Tarif „Nahe Strom Natur“ ist zwar ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

Forderungen an die Oberbürgermeisterin von Bad Kreuznach

Das Kondolenzbuch, in dem an die vielen durch Kohlekraft gestorbenen Menschen gedacht wird,  wurde an Frau Dr. Kaster-Meurer übergeben.

Die Forderung an die Stadtchefin, welche auch Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke ist, sind folgende:

  • In ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke wird die Bürgermeisterin aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die Stadtwerke ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien verkaufen.
  • Die Stadt selbst soll schnellstmöglich nur noch Strom aus erneuerbaren Energien für Ihre eigenen Gebäude, sowie Beleuchtungsanlagen u.ä. verwenden.

Frau Dr. Kaster-Meurer konnte das Anliegen der Umweltschützer verstehen und will sich der Sache annehmen.