Kohlekraft? Nein danke!

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Am Mittwoch, den 08.11.2017 demonstrierten Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach erneut gegen den Strommix der hiesigen Stadtwerke. Denn schon heute besteht hier ein Kohlestromanteil von etwa 43%. Aber, und das ist noch schlimmer, nach dem Ende des deutschen „Atomzeitalters“ werden die Stadtwerke die Lücke in ihrem Strommix, wie Geschäftsführer Canis in einem Greenpeace Gespräch bestätigte, durch noch mehr Kohlestrom ausgleichen.

Das ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht jedes Umweltschützers, sondern schädigt auch die Menschen, die Tiere und die Umwelt - nicht nur bei uns. Stein- und Braunkohle sind die klimaschädlichsten Energieträger. So sterben EU-weit jährlich etwa 18200 Menschen vorzeitig an den Folgen der Verschmutzung durch Kohlekraftwerke. Die Kosten durch die gesundheitlichen Schäden schätzt eine Studie auf 2,3 bis 6,4 Milliarden Euro pro Jahr, alleine in Deutschland.

Symbolische wurden  Särge vor dem Energieeck der Stadtwerke abgestellt. Sie sollten ein Mahnmal sein, welches an die vielen tausend Menschen erinnert, die jedes Jahr vorzeitig durch Kohlekraft sterben. Nach einem lautstarken Auspfeifen der Stadtwerke Führung, wurde im Anschluss an die Mahnwache die Särge, sehr zur Interesse der Passanten, durch die Fußgängerzone getragen. Klar, dass das mitgebrachte Atommüllfass hier auch als Trommel dienen durfte.

Greenpeace Bad Kreuznach fordert, dass die Bad Kreuznacher Stadtwerke sofort und spätestens nach dem Atomstromzeitalter ein gutes Beispiel nehmen und nur noch auf erneuerbare Energien setzen. Zum Wohle der Menschen, der Tiere und der Umwelt haben wir sowieso keine andere Wahl mehr.

Zwar bieten die Stadtwerke auch schon heute einen Ökostromtarif an, hier reicht aber die Kapazität nur für wenige Haushalte. Zu allem; der Kauf dieses Tarifes führt leider nicht für mehr Ökostrom im Netz, denn in diesem Fall bekommen die anderen Kunden einfach nur weniger Ökostrom und dafür mehr vom Atom und Kohleanteil.