Klima - Demo in Bonn

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Am 4. November 2017 nahmen Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach an einer Demonstration in Bonn teil.

Denn, vom 6. – 17. November wird in Bonn die 23. Weltklimakonferenz (UNFCCC COP23) unter dem Vorsitz der Fidji Inseln stattfinden. Traditionell findet am Wochenende vor der Eröffnung, eine Klimademo am Verhandlungsort statt.

Gemeinsam mit den anderen NGOs hat Greenpece Deutschland entschieden, dass wir den Schwerpunkt auf den deutschen Kohleausstieg legen werden. Denn bei der Verstrohmung von Kohle werden nicht nur klimaschädliche CO2- Emissionen freigesetzt, sondern auch andere hochgiftige Schadstoffe, wie Quecksilber, Schwefeldioxid, Stickoxide u.v.m. Durch den Schadstoffausstoß steigt in der Bevölkerung das Risiko Erkrankungen an Herz, Lunge und auch Krebs.Laut einer Studie der Health and Environment Alliance führen die Krankheiten, die durch Kohlekraftemissionen verursacht werden, in der EU zu 18 200 verfrühten Todesfällen. 

Inzwischen ist unbestritten, dass der übermäßige CO2-Austoß die Klimaerwährmung ankurbelt wie noch nie zuvor in der Erdgeschichte. Und bereits heute wird deutlich, dass die Regionen der Erde, die am wenigsten zur Klimaerwärmung beigetragen haben, die größten Folgen tragen werden. Denn die Länder, die bereits früh mit der Industrialisierung begonnen haben, sind die Hauptverursacher der Klimakrise. Sie haben in den letzten 200 Jahren enorme Mengen CO2 und andere klimaschädliche Gase emittiert. Die ärmeneren Länder haben schon jetzt mit Problemen wie Überschwemmungen, Stürmen, unfruchtbaren Böden und Nahrungsmittelknappheit zu kämpfen.

Deutschland feiert sich in der Rolle als Vorreiterin der internationalen Klimapolitik, während die Nutzung von schädlicher Kohle kaum abgenommen hat. Kohle wird als "Brückentechnologie" bezeichnet, um den Atomausstieg zu ermöglichen. Dabei tun Politik und Energiekonzerne so, als ob wir auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft nicht auf Kohle verzichten könnten. Doch selbst im derzeitigen System ist die Versorgungssicherheit auch kurzfristig gesehen ohne Kohle möglich.

Es gibt viele gute Ansätze für die Energiewende, die auf dezentrale, ökologische und soziale Energieversorgung setzen. Und sie schaffen Arbeitsplätze. Eine gute Energiepolitik richtet sich zuerst nach den Bedürfnissen der Bürger und nicht nach denen der großen Konzerne!!

Deshalb gingen wir mit 25 000 Gleichgesinnten in Bonn auf die Straße und forderten friedlich, creativ, zahlreich und lautstark "End Coal Now!"