Erfolg bei Lidl

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Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach planten für den 3. Februar 2018 eine Demo bei Lidl.

Dank eines großen Kampagnenerfolges  konnte diese kurzfristig abgesagt werden.

Die Handelskette Lidl hat zugesagt ab April diesen Jahres seine eigenen Frischfleischprodukte mit einer vierstufigen Haltungskennzeichnung zu kennzeichnen. Der Lebensmitteldiscounter reagiert damit auf über 400 Protestaktionen, mit denen Greenpeace-Aktivisten seit April 2017 vor Lidl Märkten mehr Transparenz für Verbraucher gefordert und auf miserable Zustände in der Haltung hingewiesen haben. Auch Greenpeace Bad Kreuznach beteiligte sich bei etwa einem Dutzend Aktionen. 

Der Haltungskompass lässt Verbrauchern künftig mit einem Blick die Bedingungen erkennen, unter denen ein Tier gehalten worden ist. Bei Eiern ist eine solche Kennzeichnung bereits gesetzlich verpflichtend. Transparenz für Verbraucher ist ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Tierhaltung. 

Wenn dem Discounter Gesundheit und Wohl der Tiere wirklich wichtig sind, muss Lidl Fleisch aus tierschutzwidriger Haltung mittelfristig ganz aus dem Sortiment nehmen.

Bundesregierung muss mit bundesweiter Kennzeichnungspflicht nachziehen 

Bislang fehlt eine bundesweite Regelung, mit der die Herkunft frischen Fleisches kenntlich gemacht wird. Greenpeace hatte im Januar mit einem Rechtsgutachten belegt, dass eine verpflichten Haltungskennzeichnung von Fleisch für Verbraucherschutz und Wahlfreiheit unerlässlich ist. Diese Kennzeichnung national umzusetzen ist laut Gutachten mit EU-Recht vereinbar und kann auch für importiertes Fleisch gelten. Die nächste Bundesregierung muss endlich auf den Wunsch der Verbraucher nach mehr Transparenz und besserer Tierhaltung reagieren und eine Kennzeichnungspflicht auflegen. Andernfalls droht ein unübersichtlicher Label- Dschungel, in dem Verbraucher leicht getäuscht werden können.