Atomkraft in Bad Kreuznach

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Am Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl, dem 26. April jährt sich der schreckliche, katastrophale Unfall bereits zum 31. Mal. Block 4 des Kraftwerkes kam bei einer Simulation auf Grund von schwerwiegenden Sicherheitsverstößen völlig außer Kontrolle. In der Folge explodierte der Reaktor. Ein großer Landstrich um die ukrainische Stadt Prypjat ist seitdem unbewohnbar. In ganz Europa, auch in Deutschland kam es zu radioaktiven Niederschlägen.

Auch 31 Jahre nach Tschernobyl und 6 Jahre nach Fukushima setzen die Bad Kreuznacher Stadtwerke noch immer auf Atomstrom. Der Strommix der Stadtwerke besteht, nach deren eigenen Angaben, noch heute aus 11,6% Atomstrom. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Schon längst hätte mehr dafür getan werden müssen, aus dieser unverantwortlichen Technik auszusteigen.

In Vorbereitung zum Jahrestag sammelten nun Ehrenamtliche von Greenpeace Bad Kreuznach Unterschriften auf einem symbolischen Atommüllfass.

Die Forderungen sind klar :

Unverzüglicher Ausstieg aus der Atomkraft.
Kohlekraft darf hier nicht als Alternative gelten.
Auch zukünftig kein Einkauf von Atomstrom aus dem Ausland.
Politisches Signal zur Abschaltung des nahegelegenen AKW Cattenom dringend erwünscht.

 Die Nachfrage war so groß, dass man kurzerhand noch ein zweites Fass bereitstellen musste, selbst dieses wurde vollständig mit Unterschriften bedeckt.  Diese beiden Fässer sollen nun zeitnah zum Jahrestag der Oberbürgermeisterin, sie ist auch Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke, übergeben werden.